Krieg, Bomben, Selbstmordattentäter, Terror, Flüchtlinge, Stacheldraht, Integration, das sind wohl die wichtigsten Schlagworte die das Jahr 2016 kennzeichnen. Ob afrikanisch aus dem Senegal, afghanisch oder syrisch, es sind immer die Menschen in ihrer Heimat, die darunter leiden und sie verlassen müssen. Einzelschicksale, die in Massen auftreten und so ihre Individualität nach außen hin verlieren. Aber auch die Menschen in den Einreiseländern haben Angst vor dem Verlust ihrer Heimat. Überfremdung ist so ein Angstbegriff. Die berechtigte Sorge, dass die Heimat sich ungewollt verändert, dass alte Werte und vielleicht auch der soziale Friede gefährdet sind. Ich versuchte, mit Kunstprojekten das Massenproblem „Flüchtlinge“ wieder auf ein menschliches Maß zurück zu führen. Ich versuchte, die „große“ Politik zu ignorieren und das Massenphänomen zu reduzieren auf die schlichte Erkenntnis: Wir sind Menschen wie die Anderen. Ich setzte Mensch zu Mensch unter einer PORTA ALPINAE -Öffne die Tür für eine andere Welt- mit der Aufgabe, sich ohne Worte mit der Gedankenwelt des Gegenübers auseinander zu setzen.