1945 ging der zweite Weltkrieg zu Ende, seitdem sind siebzig Jahre vergangen. Dieses außergewöhnliche und trotzdem vergessene Jubiläum zu würdigen, stellte ich mir als Aufgabe für ein Kunstprojekt im Engelhaldepark in Kempten. Ich installierte sieben Stelen für je sieben Jahrzehnte Frieden, und eine Achte, mit weißem Tuch umhüllt, für die unbekannte, hoffentlich friedliche Zukunft. Die Eröffnung fand mit Oberbürgermeister Thomas Kiechle, Kulturamtsleiter Martin Fink und zahlreichen Gästen statt.

 

Zur Verleihung des Friedenspreises in Scheidegg eröffnete ich eine ähnliche Installation, diesmal kreisförmig angeordnet. In Sichtweite wurde eine PORTA ALPINAE gebaut, beide Installationen im Kneipp-Kurpark.

 

Nachdem Tausende Flüchtlinge auf dem Meer gestorben sind und viele andere leidvolle Zeiten Zuhause und auf der Flucht erlebt hatten, wurden dem Strom der Menschen Zäune entgegengesetzt. Menschen, die mit uns im Frieden leben wollten, wurden ausgesperrt. Eine Menschenunwürdige und Menschen verachtende Entwicklung. Ich habe versucht, diesen menschlichen Aspekt künstlerisch zur Aufmerksamkeit zu verhelfen, indem ich die „Siebzig Jahre Frieden Installation“ im Kemptener Engelhaldepark mit Stacheldraht umwickelt habe.